Städtische Berufsschule
für den Einzelhandel Mitte

Sie sind hier: Home | Standort Mitte | Vermischtes | Integration

Integration – na klar!
Wir sind dabei!

Viele Flüchtlinge und Asylbewerber/innen kamen und kommen nach München.
Sie suchen Schutz vor dem Terror in ihren Heimatländern. Sie suchen Lebensperspektiven.
Unter den Flüchtlingen befinden sich zahlreiche junge Menschen, die lernen und arbeiten wollen.
Es ist Aufgabe der Gesellschaft, diesen Menschen zu helfen, ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Ziele in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland erreichen können.
Dazu zählen Kurse zur Stärkung der Deutschkompetenzen, Hilfen zur Behebung etwaiger schulischer Defizite, Verbesserung der Allgemeinbildung. Besondere Bedeutung hat neben dem Spracherwerb und der Sprachförderung auch der Bereich Mathematik/Rechnen, der im Hinblick auf die Ausbildungsreife der jungen Menschen von Anfang an intensiv geschult werden muss.
Dieser Aufgabe stellen wir uns.
Wir, d.h. die Lehrkräfte und die Schulleitung der Berufsschule für den Einzelhandel Mitte (Standort Lindwurmstr. 90), die Berufsschule für Spedition und Touristik und die Berufsschule für Großhandels- und Automobilkaufleute (Standort Luisenstr. 29). An beiden Standorten werden jeweils zwei BIJ/V-Klassen unterrichtet.
In enger Zusammenarbeit füllen die drei Schulen das Konzept „Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr“. Dieses BIJ/V gibt es erstmals in diesem Schuljahr.

Für berufsschulpflichtige Jugendliche mit Migrationshintergrund, die nicht über hinreichende Sprachkenntnisse verfügen, um einem deutschsprachigen Unterricht zu folgen, sollen zunächst im Rahmen einer Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr die nötigen Grundkenntnisse insbesondere im Bereich der Sprache vermittelt werden.
Zielgruppe sind vor allem berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge und andere Jugendliche, die nach Bayern zugezogen sind und über nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. Die Maßnahme soll ihnen den Einstieg in das berufliche Bildungssystem ermöglichen und das ganze Spektrum möglicher Bildungsabschlüsse eröffnen.
Wir können auf die Stärken der jungen Menschen, die sie mitbringen, aufbauen.
Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeichnen sich durch besondere Stärken und informell erworbene Kompetenzen aus. Sie verfügen über besondere Erfahrungen, sich in unterschiedlichen Kulturen zu bewegen und haben schon früh in ihrem Leben Selbstständigkeit bewiesen und schwierige Lebenssituationen bewältigt. Diese Stärken und informell erworbenen Kompetenzen gilt es, von Beginn an sichtbar zu machen und im Unterricht an diese anzuknüpfen.

An beiden Standorten arbeiten die Lehrkräfte mit dem Kooperationspartner Münchner Volkshochschule zusammen.
Klassenbildung/Unterricht: Eine Klasse mit mindestens 16 SchülerInnen. Der Unterricht wird in enger Absprache zwischen Berufsschule und dem vom Kooperationspartner erteilt. Das Personal des Kooperationspartners bringt 20 LehrerInnenstunden pro Woche ein (i.d.R. sprachliche Förderung). Der gesamte Unterricht findet in der Berufsschule statt. Von den Lehrkräften der Berufsschule werden 17 Wochenstunden erteilt.
Die Stundentafel sieht bei beiden Standorten mindestens 27 Stunden Unterricht in der Woche vor. Somit können z.B. Gruppenteilungen vorgenommen werden oder Unterricht in Teamteaching erfolgen.
Besondere Bedeutung hat neben dem Spracherwerb und der Sprachförderung auch der Bereich Mathematik/Rechnen, der im Hinblick auf die Ausbildungsreife der jungen Menschen von Anfang an intensiv geschult werden muss.
Weitere Inhalte des Unterrichts sind die Bereiche Sozialkunde, Ethik, „Lebenskunde“, Datenverarbeitung, Landeskunde, Sport und fachlicher Unterricht, der i.d.R. über praktische Tätigkeiten zur Berufsorientierung beitragen soll.
Die Schulen können die Inhalte Fächern zuordnen.
Der gesamte Unterricht folgt dem Ansatz der integrierten Sprachförderung und dem Prinzip der sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung (Berufssprache Deutsch). Dieser Aufgabe nehmen sich beide Partner gemeinsam an.
Dazu ist eine Absprache im Lehrerteam - auch mit dem vom Träger gestellten Personal - unbedingt notwendig.
Ein sozialpädagogisches Betreuungskonzept erarbeitet die MVHS und stellt mit acht Stunden pro Klasse das geschulte Personal zur Verfügung.

Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, kooperieren die Lehrkräfteteams der oben genannten drei Berufsschulen sehr eng. Sie bilden sich fort, arbeiten sich in die Thematik an, entwickeln arbeitsteilig Unterrichtseinheiten und treffen sich regelmäßig zum Austausch.
Eine große Unterstützung hierbei ist, dass der Geschäftsbereich Berufliche Schulen des Referats für Bildung und Sport für jede Standort eine Lehrkraft mit Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache eingestellt hat.

Die Vorbereitungsphase begann mit mehreren Treffen der Vertretungen der drei Berufsschulen, des engen Kontakts mit der Abteilung „Amt für Wohnen und Migration München“ des Sozialreferats, die den Schulen junge Menschen zuweisen, die einen Deutschkurs bereits absolviert haben und ein Sprachlevel A1 vorweisen können.
Wertvolle Tipps bekamen wir auch von den Kolleg/innen der Berufsschule zur Berufsvorbereitung.
Eine zweitägige Fortbildung der drei Lehrkräfteteams beendete die erste Vorbereitungsphase, so dass wir am 19. Oktober mit dem Unterricht beginnen konnten.

Wir freuen uns auf die Arbeit, die jungen Menschen zu unterstützen und sie zur Ausbildungs- und Berufsreife heranzuführen. Die Lehrkräfte haben sich mit hohem Engagement dieser Aufgabe verschrieben.
Diese jungen Menschen, die sich auf den Weg zur Integration machen, werden einen wertvollen Beitrag für die Buntheit unserer Gesellschaft und für unseren Ausbildungs- und Arbeitsmarkt leisten.

Informationen zur Einstellung von „Flüchtlingen“ erhalten Sie unter:
-    https://www.muenchen.ihk.de/Bildung
-    Telefonische Beratung: 089 / 5116-0




© Städtische Berufsschulen für den Einzelhandel München