Städtische Berufsschule
für den Einzelhandel Nord

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Wissenswertes zur Berufsschule und zum Schulalltag 

Der Bereich der beruflichen Bildung und Ausbildung ist durch Gesetze (Jugendarbeitsschutzgesetz, Jugendschutzgesetz, Berufsbildungsgesetz, Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, Berufsschulordnung) sowie durch den Ausbildungsvertrag geregelt. 

Schulpflicht 

Die Schulpflicht dauert 12 Jahre, sie gliedert sich in die Vollzeitschulpflicht und in die Berufsschulpflicht. Wer in einem Ausbildungsverhältnis steht, ist bis zum Abschluss der Berufsausbildung berufsschulpflichtig, jedoch längstens bis zum 21. Lebensjahr. Ausgenommen sind Auszubildende mit Hochschulzugangsberechtigung (Art. 39.2 BayEUG). Die Volljährigkeit befreit nicht von der Berufsschulpflicht. Eine vorzeitige Beendigung der Berufsschulpflicht ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich: kürzere Ausbildungszeit, vorzeitige Abschlussprüfung o.Ä.

Ordnungswidrigkeiten 

Mit Geldbuße kann belegt werden, wer vorsätzlich oder fahrlässig die Anmeldung zur Berufsschule unterlässt bzw. als Erziehungsberechtigte/-r, Ausbildende/-r oder Arbeitgeber/in diese Verpflichtung vorsätzlich nicht erfüllt. Das Gleiche gilt für Schulpflichtige, die am Unterricht oder an sonstigen verbindlichen Schulveranstaltungen nicht teilnehmen (Art. 119.1 BayEUG). 

Bei der Ahndung von Schulpflichtversäumnissen sollen lt. Ordnungswidrigkeitsgesetz, unter Einschaltung der Jugend- gerichtshilfe, erzieherische Gespräche geführt werden, um eine der/dem Jugendlichen angemessene Lösung zu finden. Diese Aufgabe überträgt das Jugendamt an die ÜSA-Beratungsstelle (Übergang Schule - Arbeitswelt). 

Schulberechtigung 

Personen, die nicht mehr berufsschulpflichtig sind, sich aber in Berufsausbildung befinden, sind zum Besuch der Berufsschule berechtigt; die Ausbildenden haben den Besuch der Berufsschule zu gestatten (Art. 40 BayEUG). Berufsschulberechtigte sind in ihren Rechten und Pflichten den Berufsschulpflichtigen gleichgestellt.

Verhinderung 

1. Ist ein(e) Schüler/in aus zwingenden Gründen verhindert, am Unterricht teilzunehmen, so ist die Schule unter Angabe des Grundes innerhalb einer Woche schriftlich zu verständigen. Im Falle fernmündlicher Verständigung ist eine schriftliche Mitteilung innerhalb einer Woche nachzureichen.

2. Bei Erkrankung ist bei Wiederbesuch der Schule eine Mitteilung über die Dauer der Krankheit vorzulegen. Bei einer Erkrankung von mehr als zwei Tagen ist der Schule eine Ablichtung der Arbeitsunfähigkeit bzw. Schulunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen (das Original erhält der Ausbildungsbetrieb). Häufen sich krankheitsbedingte Schulversäumnisse oder bestehen an der Erkrankung begründete Zweifel, kann die Schule die Vorlage eines ärztlichen oder schulärztlichen Zeugnisses verlangen (§ 32 BSO).

3. Wird am Tag der Verhinderung eine Schulaufgabe oder Extemporale geschrieben, muss diese am ersten Schultag nach dem entschuldigten Fehlen nachgeschrieben werden.

Beurlaubung/Befreiung 

Schüler können in dringenden Ausnahmefällen auf schriftlichen Antrag beurlaubt werden (§ 22 BSO). Der Unterricht ist im Regelfall auf Weisung der Schulleitung nachzuholen. In bestimmten Fällen sind Jugendliche vom Besuch der Berufsschule befreit (Art. 39.3 BayEUG) oder können auf Antrag befreit werden (Art. 39.4 BayEUG). Zuständig für die Entscheidung über den Antrag ist die betroffene Berufsschule.

Stundenplanänderungen

Stundenverlegungen, Stundenvertretungen, Stundenausfälle und Raumwechsel werden durch die Klassenleitungen bzw. eine beauftragte Lehrkraft bekannt gegeben. Klassenvertretungspläne werden täglich im digitalen Schaukasten im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt.

Nichterscheinen der Lehrkraft

Der/Die Klassensprecher(in) oder ein(e) Schüler(in) haben dem Sekretariat oder der Schulleitung zu melden, wenn etwa 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn keine Lehrkraft gekommen ist.

Schüler/in - Rechte und Pflichten 

Jede(r) Schüler/in hat gemäß Art. 128 der Verfassung ein Recht darauf, eine seinen/ihren erkennbaren Fähigkeiten und seiner/ihrer inneren Berufung entsprechenden schulische Bildung und Förderung zu erhalten und das Recht, seine/ihre Meinung frei zu äußern; im Unterricht ist der sachliche Zusammenhang zu wahren. Jede(r) Schüler/in hat sich so zu verhalten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Er/Sie hat insbesondere die Pflicht, am Unterricht regelmäßig teilzunehmen und die sonstigen verbindlichen Schulveranstaltungen zu besuchen. Der/Die Schüler/in hat alles zu unterlassen, was den Schulbetrieb oder die Ordnung der Schule stören könnte (Art. 56 BayEUG).

Zuordnung der Lernfelder - Zeugnisfächer

Seit dem Schuljahr 2004/05 ist der Unterricht für Auszubildende nach Lernfeldern organisiert.

Die Zuordnung der 14 Lernfelder zu den Zeugnisfächern „Einzelhandelsprozesse“, „Kundenorientiertes Verkaufen“ und „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“ finden Sie in der folgenden Übersicht:

10. Jahrgang

Zeugnisfach

Lernfeld

LF-Nr.

Einzelhandelsprozesse

Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren

1

Werben und den Verkauf fördern

5

Waren beschaffen

6

Waren annehmen, lagern und pflegen

7

Kundenorientiertes Verkaufen

Verkaufsgespräche kundenorientiert führen

2

Waren präsentieren

4

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Kunden im Servicebereich Kasse betreuen

3

11. Jahrgang

Zeugnisfach

Lernfeld

LF-Nr.

Einzelhandelsprozesse

Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen

9

Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden

12

Kundenorientiertes Verkaufen

Besondere Verkaufssituationen bewältigen

10

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren

8

12. Jahrgang

Zeugnisfach

Lernfeld

LF-Nr.

Einzelhandelsprozesse

Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen

13

Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln

14

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern

11

 

Notenübertrag:

Für Kaufleute im Einzelhandel wird die Note im Fach „Kundenorientiertes Verkaufen“ der 11. Klasse in das Zeugnis der 12. Klasse übernommen.

 

Mittlerer Schulabschluss an der Berufsschule / Nachweis der Englischkenntnisse

An der Berufsschule kann der mittlere Bildungsabschluss (§ 35 BSO) erreicht werden. Voraussetzung hierfür sind: Berufsschulabschluss (Abschlusszeugnis) mit einer Durchschnittsnote von mindestens 3,0; erfolgreicher Berufsabschluss; ausreichende Englischkenntnisse. Die Englischkenntnisse können durch die Note „ausreichend“ der 9. Jahrgangsstufe (Hauptschule, Realschule, Gymnasium u.ä.) nachgewiesen werden. Ist dieser Nachweis nicht möglich, können die Englischkenntnisse auf anderen Wegen (s.u.) erworben werden.

Es gibt hierfür zwei Möglichkeiten:

  1. Im Rahmen des lernfeldbezogenen Unterrichts Note „ausreichend“ im Pflichtfach Englisch in der Abschlussklasse.
  2. Erfolgreiche Teilnahme als Externer an der Zertifikatsprüfung Englisch.

Ehemalige Auszubildende, die an der städt. Berufsschule für den Einzelhandel den schulischen Teil der Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, können als Externe an der Schule an einer mündlichen und schriftlichen Prüfung teilnehmen. Wird diese Prüfung mit der Note „ausreichend“ absolviert, entsprechen diese nachgewiesenen Englischkenntnisse den Voraussetzungen für den mittleren Schulabschluss.

SchüIermitverantwortung - Schülervertretung 

Im Rahmen der Schülermitverantwortung soll allen Schülern/Schülerinnen die Möglichkeit gegeben werden, Leben und Unterricht ihrer Schule ihrem Alter und ihrer Verantwortungsfähigkeit entsprechend mit zu gestalten ( Art. 62.1 BayEUG). 

Berufsschulbeirat 

An jeder Berufsschule wird ein Berufsschulbeirat gebildet; die Amtszeit der gewählten Mitglieder dauert zwei Jahre (Art. 62.1 BayEUG). 

Weitere Hinweise 

In der Mittagspause kann - ohne Haftung von Seiten des Schulträgers - das Schulhaus verlassen werden. Während der Kurzpausen am Vormittag und Nachmittag darf jedoch das Schulgrundstück aus versicherungsrechtlichen Gründen ohne Genehmigung nicht verlassen werden.  Für Garderobe, Fahrräder, abgestellte Fahrzeuge oder Gegenstände, die nicht Unterrichtszwecken dienen wird vom Sachaufwandsträger keine Haftung übernommen.  Bei Feueralarm sind die Anweisungen der Schule bzw. der Lehrkräfte zu befolgen.  Die Hausordnung ist einzuhalten.

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